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Liebe Leserin, lieber Leser,
kennen Sie "Toad in the Hole"? Dieses traditionelle Gericht besteht aus Würstchen in Yorkshire Pudding und mit viel Fantasie vermag man darin Kröten im Stein erkennen. Woher der kuriose Name kommt, ist allerdings nicht hundertprozentig geklärt. Möglicherweise geht er auf eine Sache zurück, die 1862 im Rahmen der Internationalen Ausstellung in London für Aufruhr sorgte. Denn einer Legende nach sollte man in einem aufgebrochenen Stein eine lebende Kröte finden.
In der Ausstellung war ein Stück Kohle aus Monmouthshire zu sehen, mitsamt einer krötenförmigen Höhle – daneben vermeintlich passgenau der Körper des dazugehörigen Tiers. Daraufhin entbrannte ein Leserbriefstreit in "The Times". Es sei nahezu unmöglich, dass eine Kröte in einer uralten Kohle verborgen sein könne. Andere Briefe berichteten von garantiert echten Krötenfunden in allen möglichen Steinen. Autor William Howitt beschrieb 1863 in "History of the Supernatural", wie eine Steinkugel aus dem Torpfosten eines stattlichen Anwesens zu Boden fiel, in zwei Teile brach und – Sie ahnen es sicher schon – eine lebendige Kröte enthielt.
Der Autor von "Curiosities of Nature", Dr. Frank Buckland führte dann ein ziemlich krötenquälendes Experiment durch – das heute sicherlich auch das Zeug für erbitterte Diskussionen hätte. Er bohrte jeweils sechs Löcher in Kalkstein und Sandstein und setzte in jedes eine glücklose Kröte. Nach dem Verschließen der Löcher vergrub er die Steine. Ein Jahr später holte er sie wieder hervor. Alle Tiere im Sandstein waren tot, aber angeblich waren fast alle im Kalkstein noch am Leben. Kurzum: Das Thema war in aller Munde und versprach eine Menge Aufmerksamkeit – auch für schlichte Würstchen in Yorkshire Pudding, die durch den populären Namen wohl etwas von der Aufregung abbekommen sollten.
Es lässt sich wohl kaum bezweifeln, dass es keine Kröten in Steinen gibt – und passenderweise auch nicht im oben erwähnten "Toad in the Hole". Wenn Sie das Gericht jetzt im Herbst nachkochen möchten, finden Sie das Rezept weiter unten.
Es grüßt Sie herzlich
Heike Fries
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Schöne Erinnerung an Fischgeruch: St. Ives in Cornwall
Ja, das Küstenörtchen ist touristisch geprägt – aber das nicht ohne Grund. Manche behaupten gar, es wäre die schönste Stadt Cornwalls. Kopfsteinpflaster, malerische Lage und subtropische Vegetation sorgen für geradezu mediterrane Anmutungen. Kunst wird hier ganz groß geschrieben – allen voran in der Tate St Ives, die unbedingt einen Besuch wert ist. Hätten Sie die junge Virginia Woolf zu ihrer Sommerfrische gefragt, hätte sie Ihnen sicher von der Enge, dem Lärm und dem Fischgestank erzählt. Denn einst sorgten vorbeiziehende Sardinenschwärme für eine florierende Fischverarbeitung in der Stadt. Als die Sardinen ausblieben, verwandelte sich St. Ives nach und nach zum heutigen pittoresken Künstlerstädtchen mit Traumstränden.
In diesem Video können Sie das Städtchen virtuell durchwandern.
Malham in den Yorkshire Dales
Wie wäre es mit spektakulären Felsformationen und einem Gebirgssee? All das rund um das Dorf Malham im Yorkshire Dales National Park. Malham Cove lohnt den kleinen Aufstieg, denn die Kalksteinterrasse erstreckt sich knapp 80 Meter hinab ins Tal. Früher schoss Wasser über die natürlichen Treppen. Malham Tarn ist einer der beiden Gebirgsseen des Gebiets und liegt traumhaft in der Landschaft. Ganz in der Nähe befindet sich das Malham Tarn Field Centre, ein Seminarhaus rund um die Naturgeschichte der Gegend. Es war einst ein Jagdanwesen, in dem schon Charles Darwin und John Ruskin zu Gast waren, um die Landschaft zu erkunden.
Dieses Video nimmt Sie auf eine Wandertour mit.
Reise ins Mittelalter: Almshouses und Guild Hall in Stratford-upon-Avon
Shakespeares Geburtsort hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten – darunter sein Geburtshaus und Wohnhäuser seiner Kinder. Doch auch die Häuserzeile der "Guild of the Holy Cross" verdient einen genaueren Blick. Die Gilde, die unter anderem ein Krankenhaus betrieb und sich um Mitglieder kümmerte, wenn diese in Not gerieten, wurde 1269 ins Leben gerufen. Alle, die sich den Mitgliedsbeitrag leisten konnten, durften beitreten. Diese in Reihe gebauten Fachwerkhäuser stammen aus dem 15. Jahrhundert und wurden einst als sogenannte Almshouses für notleidende Senioren genutzt – und diesen Zweck erfüllen sie noch heute.
In diesem Video erfahren Sie mehr über die Häuser.
Eine Höhle mit überraschendem Innenleben: Constantine’s Cave in Schottland
Die Höhle ist auch als "Black Cave" bekannt und liegt in der ungezähmten Landschaft von Balcomie und lohnt einen Spaziergang entlang der Küste. Hier soll Constantin mac Cináeda, der König der Pikten, sein Ende gefunden haben. Wind und Meer peitschen unerbittlich, und die nach Norden ausgerichtete Höhle wirkt wild und unberührt. Doch bei Ausgrabungen wurden Spuren einer Mörtelmauer entdeckt, die die Höhle einst zugemauert hatte. Das Innere ist eine archäologische Schatzkammer. Artefakte wie Glasscherben, Werkzeuge und Keramik belegen eine Besiedlung in der römischen Eisenzeit im 2. Jahrhundert. Es fanden sich auch eingemeißelte Kreuze und Tierdarstellungen an den Wänden.
Dieses Video gewährt einen Einblick.
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Kultur-Tour |
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Der Teppich von Bayeux im British Museum, London
Diese Ausstellung wurde schon lange sehnsüchtig erwartet. Nach mehr als tausend Jahren kommt der Teppich von Bayeux auf die Insel zurück, auf der er höchstwahrscheinlich gewebt wurde. Das 70 Meter lange Meisterwerk erzählt davon, wie Wilhelm der Eroberer König Harold in der Schlacht von Hastings besiegte. Die Begeisterung für diese Ausstellung ist riesig und wenn Sie den Teppich bestaunen möchten, sollten Sie schnell Tickets besorgen, denn sonst erleben Sie womöglich wie König Harold eine bittere Niederlage. Zum Trost lässt sich der Teppich hier auch online bewundern.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 11. Juli 2027.
Astronomy Photographer of the Year im National Maritime Museum, London
In dieser Ausstellung lässt sich die Jury-Auswahl zum Wettbewerb für Astrofotografie bestaunen. Polarlichter, Galaxien, Sternnebel, der Mond, die Sonne und andere faszinierende Himmelsobjekte strahlen auf Lichtboxen um die Wette. Die Aufnahmen von Profis und Amateurinnen und Amateuren verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Gestaltung. Da das Museum in Greenwich liegt, lässt sich der Besuch wunderbar mit einem Ausflug zum nahe gelegenen Royal Observatory verbinden.
Ab dem 18. September können Sie die Ausstellung besuchen.
The Burberry Trench: Crafting an Icon im V&A in London
Vielleicht haben Sie selbst einen Burberry-Trenchcoat im Schrank. Doch kennen Sie auch die Geschichte des ikonischen Kleidungsstücks? Wenn nicht, lohnt sich ein Abstecher zu dieser kleinen Ausstellung. Denn hier erfahren Sie alles über die spannenden Ursprünge des Mantels: von der Erfindung des wasserabweisenden Gabardine-Stoffs im Jahr 1879 über die zahlreichen Weiterentwicklungen des Mantels bis hin zu seiner heutigen Beliebtheit. Danach wissen Sie, Danach wissen Sie, wie der Burberry-Trenchcoat zunächst als militärische Kleidung diente, wie das charakteristische Futter entstand und wie der Trenchcoat zur Ikone wurde.
Die Ausstellung läuft vom 21. September bis zum 3. Januar 2027.
Anish Kapoor in der Hayward Gallery, London
Der weltbekannte Künstler bestückt das gesamte Galeriegebäude mit geradezu überwältigender Kunst. Einige Installationen umfassen den gesamten Raum oder hängen von der Decke. In der Ausstellung gibt es überraschende neue Werke wie fast körperliche Gemälde und Skulpturen, die an die Zerbrechlichkeit der menschlichen Existenz erinnern. Auch zeigt sie Skulpturen aus spiegelndem Stahl sowie mit Vantablack beschichtete Objekte, die regelrecht wie schwarze Löcher im Raum klaffen. Übrigens hat sich Anish Kapoor die exklusiven Kunstrechte an Vantablack gesichert – sehr zum Verdruss anderer Künstler.
Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Oktober 2026 zu erleben.
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Fürs Heimkino |
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In der ARD-Mediathek:
Obituary
Lieben Sie es skurril? Dann ist diese irische Serie ein echter Geheimtipp: Elvira liebt ihren neuen Job als Autorin von Todesanzeigen. Doch als ihre Zeitung in Schieflage gerät, wird sie nicht mehr monatlich, sondern nur noch pro Nachruf bezahlt. Als sie "aus Versehen" einen Fiesling umbringt, findet sie ungeahnten Gefallen daran – schließlich war der Kerl kein Unschuldslamm. Fortan nimmt sie auch andere Übeltäter der Stadt ins Visier – und beschafft sich so gleich Arbeit als Autorin. Doch ihre Mordserie gerät ins Stocken, als die Zeitung eine attraktive Kriminalreporterin einstellt, die Nachforschungen über die Todesfälle anstellt. Wenn Sie sich vom bitterbösen Humor der Serie noch begeistern lassen möchten, sollten Sie sich ein bisschen beeilen.
Die sechs Folgen stehen noch bis zum 26. September in der ARD-Mediathek bereit.
Bei Apple:
Ted Lasso
Nanu, eigentlich hatte Ted Lasso sich vor drei Jahren endgültig in seine amerikanische Heimat verabschiedet. Doch Keeleys Vorschlag in der letzten Staffel, das AFC Richmond Women’s Team zu gründen, ist Realität geworden. Das klingt nach einem neuen Auftrag für Ted, der zurück nach Richmond kommt und mit Geduld und unerschütterlichem Glauben an seine Spielerinnen ein echtes Team zu formen versucht. Das ist dringend notwendig, denn Routinen fehlen, Rollen sind nicht klar verteilt, und auch das Vertrauen muss erst wachsen. Doch Ted wird das sicher auch diesmal schaffen – und erneut dieses wunderbar wohlige Gefühl verbreiten, das die Serie so einzigartig macht. Bei Apple können Sie die vierte Staffel streamen.
Bei Netflix:
Dept Q
Ermittler Carl Morck hat nach einem traumatischen Einsatz mit seinen Erinnerungen zu kämpfen – und eckt mit seiner schroffen Art überall an. Dennoch bekommt er die Leitung über die neue Abteilung Q, die sich mit ungelösten Fällen beschäftigt. Das Department im Keller der Polizeiwache ist jedoch eine reine PR-Maßnahme, um die Öffentlichkeit von den strukturellen Problemen innerhalb der Polizei abzulenken. Allerdings ist Carl ein brillanter Ermittler, der nicht nur im Keller hocken möchte. Zusammen mit seinem zusammengewürfelten Team stößt er auf den Fall eines verschwundenen Beamten – und gerät dadurch in politische und soziale Verstrickungen. Wem das bekannt vorkommt: Die Vorlage stammt von Jussi Adler-Olsen. Während die Bücher in Dänemark spielen, wurde die Serie nach Schottland verlegt.
Auf Netflix können Sie die Serie streamen.
Kino auf Bestellung:
Der menschliche Faktor
Dieser Spionage-Thriller ist die letzte Regiearbeit Otto Premingers und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Graham Greene. Er sollte eine riesige Produktion mit beeindruckenden Sets werden. Doch es kam anders: Das Geld wurde knapp, ein Assistent machte sich gar mit einigen Filmrollen aus dem Staub, und anstatt pompöser Aufbauten gab es Originalschauplätze. Die großartigen Schauspieler machen das jedoch mehr als wett. Maurice Castle arbeitet als Beamter in der Abteilung für afrikanische Angelegenheiten und soll einer Sicherheitsprüfung unterzogen werden – und das geordnete Leben des Mannes, der kurz vor dem Ruhestand steht, gerät bald völlig aus den Fugen.
Auf arte können Sie den Film streamen.
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TV-Tipps |
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Aktuelles |
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Patrouille auf vier Pfoten
Bahnhöfe sorgen bei manchen Menschen für ein mulmiges Gefühl. So auch die Station Waterloo in London. Doch ein fröhliches Wuff macht sofort gute Laune. Denn seit August 2026 sind an dem Londoner Bahnhof drei ausgebildete Schutzhunde in die Streifenpläne der Wachleute integriert. Das Programm ist ein dreimonatiger Testlauf und wird in Zusammenarbeit mit Alpha Canine Specialists durchgeführt. Zu den Hundestaffeln gehören die beiden Cocker Spaniel Riley und Buster sowie die Labradorhündin Flo. Die Tiere sind alle zwischen neun und elf Jahren alt und erfahrene Sicherheitsprofis. Die Bahnbehörden haben ausdrücklich erklärt, dass dieser Einsatz nicht auf eine konkrete oder erhöhte Bedrohungslage zurückgeht. Stattdessen dient das Programm als vorbeugende Maßnahme, um sowohl für die Beschäftigten als auch für die jährlich Millionen von Fahrgästen ein sicheres Umfeld zu schaffen. Die Hunde sind professionell ausgebildet und können versteckte Gefahren erkennen, große Bereiche überwachen und sogar Verdächtige stellen. Dennoch lassen es die Profi-Spürnasen ruhig angehen – denn nach ihrem Bahnhofs-Einsatz gehen sie in den wohlverdienten Ruhestand. Und sie sorgen regelmäßig für fröhliche Gesichter, wenn sie durch den Bahnhof spazieren. Denn sowohl die Sicherheitsleute als auch die Passagiere haben sichtlich Freude an der Patrouille auf vier Pfoten.
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Lesestoff |
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Ralf Kramp: Schon wieder ein Mord, Mylord!
Reginald Lord Merridew ist exzentrischer Privatdetektiv, leidenschaftlicher Verehrer üppiger Mahlzeiten und stets darauf bedacht, der Langeweile zu entfliehen. Da kommen ihm knifflige Mordfälle gerade recht. Dabei steht ihm immer sein getreuer Freund Nigel Bates zur Seite, der die Ereignisse mit britischem Understatement und Humor kommentiert. Gemeinsam reisen die beiden durchs Land und lösen dabei reihenweise skurrile Fälle. Sie forschen nach der Paganini-Geige, klären den Mord an einem königlichen Dudelsackspieler auf, suchen die Beute der englischen Posträuber und lüften im Handumdrehen das Geheimnis des wohl berühmtesten Vampirs der Literaturgeschichte. Die Geschichten sind eine liebevolle Hommage an das Genre und ein Leckerbissen für Krimifans.
Den Krimi finden Sie in unserem Shop (solange der Vorrat reicht).
John Sykes: What Are the English Like? – Wie ticken die Engländer?
Was macht die Menschen auf der Insel aus? Alle, die das näher ergründen möchten, finden viele anschauliche Beispiele in diesem zweisprachigen Buch. So können Sie mithilfe der Übersetzung gleich die passenden Ausdrücke lernen. Außerdem erfahren Sie, ob Engländerinnen und Engländer wirklich so exzentrisch und höflich sind und ob sie tatsächlich gerne warmes Bier trinken und Schlange stehen. In kurzen, lockeren Texten spürt John Sykes Vorurteilen nach und untersucht allerlei Mythen und Gerüchte über sein Heimatland und seine Landsleute.
Das zweisprachige Kulturbuch ist in unserem Shop zu finden (solange der Vorrat reicht).
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Sprachecke: "Common mistakes" und wie man sie vermeidet |
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Es gibt im Englischen einige kleine Fehler, die sich unbemerkt einschleichen können. Manche passieren, weil man unbewusst aus dem Deutschen übersetzt. Das ist natürlich kein Beinbruch, und die Britinnen und Briten werden Sie in jedem Fall verstehen. Doch wenn Sie diese kleinen Fehler kennen, können Sie Ihr Englisch noch mehr verfeinern.
Fehler Nummer eins: "I think yes."
Klingt logisch, ist aber im Englischen nicht korrekt – auch wenn man Sie damit ganz sicher verstehen wird.
Stellen Sie sich vor, jemand fragt: "Is the train delayed?" (Hat der Zug Verspätung?)
"I think yes" wäre hier falsch. Richtig heißt es: "I think so." (Ich glaube schon.)
Alternativ geht auch: "(Yes,) I think it is." (Ja, ich glaube schon.)
Nur "I think yes" – das streichen Sie am besten komplett aus dem Kopf. Und übrigens: Auch "I think no" existiert nicht. Stattdessen heißt es: "Does the shop open on Sundays? I don’t think so." (Hat der Laden sonntags geöffnet? Ich glaube nicht.) Oder: "No, I don’t think it does." (Nein, ich glaube nicht.)
Fehler Nummer zwei: "How is it called?"
Auch das versteht man zwar, korrekt ist es aber nicht: "How do you call it?" Statt "how" braucht man hier "what": "What is it called?" oder "What do you call it?" Zum Beispiel: "What’s that tool called, the one you use for opening wine bottles?" (Wie heißt dieses Werkzeug, mit dem man Weinflaschen öffnet?) Bei Namen von Personen gilt dasselbe Prinzip: "What’s she called?" (Wie heißt sie?) Auch hier kommt kein "how" vor. Ein nettes Extra-Wort dazu: "whatchamacallit" – ein umgangssprachlicher Ausdruck für "das Dingsda", wenn einem der genaue Name gerade nicht einfällt: "Could you pass me the whatchamacallit, the thing next to the sink?" (Könnten Sie mir das Dingsda geben, das Ding neben der Spüle?)
Fehler Nummer drei: Falsch zusammengesetzte Adjektive
Das betrifft vor allem die geschriebene Kommunikation. Nehmen wir den Satz: "It’s a four hours flight." Hier stecken gleich zwei Fehler drin. Erstens: Adjektive werden im Englischen grundsätzlich nicht in den Plural gesetzt – auch nicht, wenn eine hohe Zahl davorsteht. Zweitens: Zwischen Zahl und Einheit gehört ein Bindestrich. Richtig heißt es also: "It’s a four-hour flight." (Das ist ein vierstündiger Flug.) Weitere Beispiele: "That’s a ten-minute walk from here." (Das ist von hier aus ein zehnminütiger Fußweg.) Oder: "We booked a two-week trip to Portugal." (Wir haben eine zweiwöchige Reise nach Portugal gebucht.) Und noch eines: "She gave him a twenty-euro note." (Sie gab ihm einen Zwanzig-Euro-Schein.) Egal, wie hoch die Zahl ist – das Adjektiv bleibt im Singular, und der Bindestrich gehört dazu.
Fehler Nummer vier: Falsche Verwendung von "despite" und "in spite of"
Beide bedeuten "trotz" und werden benutzt, um etwas Überraschendes auszudrücken. Sie sind annähernd austauschbar, doch im formellen Umfeld kommt zumeist "despite" zum Einsatz. Doch der Fehler liegt oft woanders: "in spite of" hat sein "of" bereits fest eingebaut. "Despite" dagegen steht immer allein. Ein Beispiel: "Despite the traffic, we arrived on time." (Trotz des Verkehrs sind wir pünktlich angekommen.) Mit "in spite of" wäre es: "In spite of the traffic, we arrived on time." Das "of" wird oft falsch hinzugefügt: "despite of" – das gibt es nicht. Ebenso wenig wie "inspite" als ein einziges Wort; "in spite of" besteht aus drei getrennten Wörtern.
Fehler Nummer fünf: Verwechslung von "for" und "since"
Beide beziehen sich auf Zeit, funktionieren aber unterschiedlich: "for" steht vor einer Zeitspanne, "since" vor einem festen Zeitpunkt. Zum Beispiel: "They’ve worked here for eight months." (Sie arbeiten seit acht Monaten hier.) Aber: "They’ve worked here since January." (Sie arbeiten seit Januar hier.) Ein häufiger Fehler wäre: "I haven’t called her since two weeks." Richtig ist stattdessen: "I haven’t called her for two weeks." (Ich habe sie seit zwei Wochen nicht angerufen.) Eine gute Merkhilfe ist: Zeitspanne = "for", fester Zeitpunkt = "since".
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Rezept des Monats: Toad in the Hole |
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Dieses Rezept stammt wie schon oben erwähnt aus dem 19. Jahrhundert und hat sich zu einem echten Klassiker entwickelt. Die Zusammenstellung war sicherlich schon davor beliebt - doch erst der Name machte die herzhafte Leckerei berühmt. Es ist schnell gemacht, schmeckt deftig lecker und bringt echtes Großbritannien-Flair auf den Tisch.
Zutaten:
- Sonnenblumenöl
- 8 Würstchen in möglichst guter Qualität
- 4 Zweige frischer Rosmarin
- 2 große rote Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 2 Stückchen ungesalzene Butter
- 6 Esslöffel Balsamico-Essig
- 1 gestrichener Esslöffel Gemüsebrühepulver oder 1 Bio-Gemüsebrühwürfel
Zutaten für den Teig:
- 285 ml Milch
- 115 g Weizenmehl
- 3 große Eier
- 1 Prise Salzl
Zubereitung:
Damit der Teig im Ofen schön fluffig aufgeht, ist es wichtig, eine große, dünnwandige Backform zu verwenden. Das Öl muss möglichst heiß sein.
Zunächst 2 Esslöffel Sonnenblumenöl in die Backform geben und auf der mittleren Schiene des Backofens bei höchster Stufe (240–250 °C / Gas Stufe 9) platzieren und das Öl erhitzen. Eine größere Schale darunter stellen, um eventuell Öl aufzufangen. Während der Ofen vorheizt, die Zutaten für den Teig verquirlen und beiseitestellen. Behalten Sie das Öl im Backofen unbedingt im Auge, denn es kann schnell gehen. Wenn das Öl heiß ist, die Würstchen in die Form geben und den Backofen wieder schließen – dabei alles weiter im Auge behalten und die Würstchen leicht goldbraun werden lassen. Dann die Form sehr vorsichtig aus dem Ofen nehmen und den Teig über die Würstchen gießen. Die Rosmarinzweige in den Teig stecken und alles wieder in den Ofen schieben. Der Teig wird wahrscheinlich blubbern und eventuell spritzen – deshalb bitte Vorsicht. Dann den Ofen mindestens 20 Minuten nicht öffnen, da Yorkshire Pudding beim Aufgehen etwas empfindlich ist. Nun für die Zwiebelsauce die Zwiebeln fein würfeln und in der Butter bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten anbraten, bis sie weich und glasig sind. Währenddessen den Knoblauch schälen, klein schneiden, hinzugeben und mitgaren. Schließlich den Balsamico-Essig dazugeben und um die Hälfte einkochen lassen. Den fertigen Auflauf aus dem Ofen nehmen, wenn er goldbraun ist und mit der Zwiebelsauce servieren. Dazu passt Kartoffelbrei, grünes Gemüse und Baked Beans – oder einfach ein grüner Salat.
Guten Appetit!
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Zu guter Letzt: Das verfluchte schottische Stück |
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Was ist denn mit diesem verfluchten Theaterstück gemeint? Psst, es geht um Macbeth. Aber diesen Namen sollten Sie innerhalb eines Theaters besser nur denken und keinesfalls aussprechen. Denn Schauspielerinnen und Schauspieler sind sehr abergläubisch. Doch wie weit das gehen kann, zeigt das berüchtigte Stück über den wahnsinnigen König von Schottland. Auf der ganzen Welt fürchten Theaterensembles das Herbeirufen eines Fluchs mit gravierenden Folgen. Und die Realität hat jegliche Befürchtung tatsächlich weit überholt!
Der Glaube an Hexerei
Macbeth und der Aberglaube, der mit seinem Namen verbunden ist, haben eine lange Geschichte, die schon mit der Entstehung des Stückes beginnt. Denn Shakespeare wagte es tatsächlich, Hexen und Zauberei auf die Bühne zu holen – und das, nachdem der frisch gekrönte König James I. die Hexenkunst in England geächtet hatte. Jahrzehnte zuvor hatte James’ hingerichtete Mutter, Maria Stuart, eine ausgeprägte Faszination für die dunklen Künste gehegt. 1589 hatte James zudem ein Beinahe-Todeserlebnis während einer stürmischen Seereise von Schottland, für die er Hexen verantwortlich machte. Sofort rief er eine Hexenjagd in der Küstenstadt North Berwick aus. Wegen seines tief sitzenden Hasses auf alles, was mit Hexerei zu tun hatte, verfasste er auch die "Daemonologie" – eine Art Anleitung zur Verfolgung aller, die vermeintlich mit der Hexenkunst in Verbindung standen.
Shakespeares Einbeziehung der drei Hexen war deshalb ziemlich mutig. Es gab Theorien, dass die berühmte "toil and trouble"-Rede ein gestohlener Zauber von echten Hexen sei. Andere glaubten, dass die Sprüche im Stück unvollständig waren. In jedem Fall seien echte Hexen darüber so verärgert gewesen, dass sie das Stück verfluchten. Die Dialoge der Hexen sind zudem im Tetrameter verfasst, nicht im üblichen jambischen Pentameter – auch das galt vielen als Beweis für die Echtheit.
Beunruhigende Vorkommnisse
Dass die allererste Darstellerin der Lady Macbeth bereits 1606 während einer Aufführung starb, war jedoch nur ein Gerücht, das von dem unzufriedenen Kritiker und Karikaturisten Max Beerbohm im 19. Jahrhundert in die Welt gesetzt wurde.
Doch es gibt eine geradezu beunruhigende Zahl von Vorfällen, die mit diesem speziellen Stück verbunden sind. 1672 tötete der Darsteller des Macbeth einen anderen Schauspieler, als der Requisitendegen sich als echte Waffe entpuppte. 1947 starb plötzlich Macbeth-Darsteller Harold Norman, der wiederholt erklärt hatte, nicht an den Fluch zu glauben. Die sogenannten Astor-Place-Unruhen im Jahr 1849 wurden durch konkurrierende Aufführungen von Macbeth mit dem englischen Schauspieler William Macready und dem amerikanischen Schauspieler Edwin Forrest ausgelöst und forderten über 20 Tote und Hunderte Verletzte.
Doch die wohl berüchtigtste Macbeth-Produktion entstand 1937 mit Laurence Olivier. Der gefeierte Schauspieler wurde beinahe von einem herabfallenden Bühnengewicht getroffen, und der Regisseur Michel Saint-Denis sowie Vera Lindsay, die Darstellerin der Lady Macduff, waren kurz vor der Premiere beinahe in einen Autounfall verwickelt. Lilian Baylis, die langjährige Leiterin des Old Vic, starb 1937 am Vorabend der verschobenen Premiere während der Probenzeit an einem Herzinfarkt. Der Legende nach stürzte ihr Porträt bei einer späteren Macbeth-Wiederaufnahme am Old Vic mit Getöse von der Wand. Schließlich rutschte noch eine Waffe aus der Hand eines Schauspielers, flog ins Publikum und verursachte bei einem Zuschauer einen Herzinfarkt.
Ja, das klingt schon alles sehr unglaublich. Doch es sei auch angemerkt, dass auch die Statistik eine große Rolle spielt: Macbeth ist eines der meistgespielten Werke Shakespeares und mehr Aufführungen bedeuten schlicht mehr Gelegenheiten für Missgeschicke.
Gegenzauber
Doch es gibt natürlich Gegenzauber – man weiß ja nie. Wenn Sie den gefürchteten Titel des Stücks auf dem Theatergelände ausgesprochen haben, laufen Sie umgehend um das Theater herum (oder drehen Sie sich dreimal im Kreis), spucken auf den Boden und fluchen Sie oder zitieren ein anderes Stück von Shakespeare. Beliebte Zitate dafür sind:
- "Angels and ministers of grace defend us!" – Hamlet, Akt I, Szene 4
- "Fair thoughts and happy hours attend on you. "– Der Kaufmann von Venedig, Akt 3, Szene 4
Oder schauen Sie sich zur Inspiration gerne diesen Ausschnitt aus einer Folge von Blackadder an, in der er zwei Schauspieler genüsslich an den Rand der Verzweiflung bringt – und so den Bühnenfluch ganz schön auf die Schippe nimmt.
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