Die feine englische Art - Ausgabe Januar 2022

 

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Liebe Leserin,lieber Leser,
der Januar ist nach all den Festivitäten immer ein etwas ernüchternder Monat; die Briten – oder doch einige von ihnen – setzen noch eins drauf und rufen seit Jahren den alkoholfreien "Dry January" aus. Das ist sehr gesund, zumal kombiniert mit dem parallel terminierten "Veganuary" und der sich bald anschließenden Fastenzeit. Doch dürfen wir uns auch entscheiden, etwas weniger selbstkontrolliert durch den Winter zu kommen. Schließlich ist gerade der Januar schon von sich aus sparsam und teilt uns Licht, Wärme und freudige Ereignisse im Kalender nur in kleinen Portionen zu.

Aber die rummelfreie Jahreszeit hat auch etwas für sich. Die Tage sind kurz, jedoch können wir ihnen schon beim Längerwerden zusehen. Jeder Sonnenstrahl, der durch die Wolkendecke piekst, verdient Aufmerksamkeit, sonnige und knackig kalte Tage sind Highlights. Wir suchen den Boden nach Schneeglöckchen ab und bestaunen das immer wieder überraschende Gelb der Zaubernuss. Filigranes Astwerk eines Baumes zu betrachten, womöglich gegen den Abendhimmel – das wirkt direkt und sehr wohltuend auf die Seele. Überhaupt sind kahle Bäume von eigener Schönheit und gewähren auch Ausblick auf Rotkehlchen, Specht, Eichhörnchen und Co., sollten die gerade anwesend sein. Trotzdem freuen wir uns natürlich schon auf Blütenpracht und frisches und sattes Grün und dann aufs Herbstlaub. Das Jahr wird super!

Als wäre all das nicht genug Grund zum Freuen, erreichen uns erstmals seit Langem wieder vorsichtig optimistische Prognosen, was unser Dauerthema seit 2020 angeht. Let´s hope for the best. Geduld haben wir ja gelernt.

Wir wünschen Ihnen einen beschaulichen und gesunden Winter und viele frohe Stunden draußen wie drinnen.

 

Es grüßt Sie herzlich
Ihr Team von THE BRITISH SHOP

 
 
Anregungen, Lob, Kritik? Bitte schreiben Sie uns: redaktion@the-british-shop.de
 
 

Unsere Themen

 

Virtuell reisen

Kultur-Tour

Fürs Heimkino

Aktuelles

 
 
 
 

Virtuell reisen

 

Es steigt die Hoffnung, bald wieder reisen zu dürfen. Noch sind wir aber weiterhin eher virtuell unterwegs, sammeln Ideen und schwelgen in Vorfreude.

 

Zug um Zug

Wales ist ein Paradies nicht nur für die sogenannten "Train Spotter", also Leute meist männlichen Geschlechts, die an Bahnstrecken stehen und auf besondere Züge warten. Nein, jeder und jede findet die vielen historischen Schmalspurbahnen, die während der Industriellen Revolution dem Transport von Schiefer und anderen Gütern dienten, wunderbar. Zumal sie heute – liebevoll restauriert und von Ehrenamtlichen in Schuss gehalten – vor allem für Ausflugsfahrten genutzt werden. Wir haben eine Reportage aus der Reihe Eisenbahn-Romantik gefunden, die sich dem Thema widmet.

 

Wie sich die Bilder gleichen ...

... oder auch nicht. In diesem WDR-Video geht ein junger Mann namens Christian auf Cornwall-Tour und schaut, ob die Motive, die er auf Instagram bewundert hat, in der Realität genauso toll sind oder womöglich geschönt. Ein origineller Blick auf die Sehenswürdigkeiten Südenglands, manche bekannt, andere weniger, und ein Format, das sicher auch Jüngeren gefällt.

 

Traum-Cottage

Heute lässt sich aus allem ein TV-Wettbewerb machen, sei es Singen, Kochen, Gärtnern, Töpfern, Backen oder Nähen. Und Einrichten: BBC Scotland hat sich auf die Suche nach dem allerschönsten Zuhause gemacht und besucht dafür – unter anderem – dieses Cottage einer Künstlerin. Sie hat den perfekten Mix zwischen traditionell und zeitgenössisch gefunden und zudem ein paar Mausskulpturen untergebracht, denn das Häuschen heißt Mouse Cottage. Wer wie unsereins gern durchs Fenster in fremde Häuser linst (ganz diskret natürlich), wird begeistert sein.

 

In London zu Hause

Schon lange her, dass Sie in London waren? Oder vielleicht steht die Premiere noch bevor? In diesem Film besuchen wir die Sights, aber auch Verstecktes – geführt von einem jungen Mann, der in London zu Hause ist und sich erstmals als Tourist auf den Weg durch die eigene Stadt macht. Ausflüge in die Umgebung und sogar bis nach Bath sind inklusive. Ein bisschen stört eine gewisse Selbstverliebtheit des Protagonisten, aber darüber sehen wir großzügig hinweg, da das Video ansonsten gut und nützlich ist.

 

Schottland für Einsteiger

Schottlandfilme sind bei Ihnen besonders beliebt, jedenfalls steht das in vielen Zuschriften. Daher ist es Ehrensache, dass es auch diesmal eins gibt, erfreulicherweise sogar auf Deutsch.

 

 
 
 
 
 

Kultur-Tour

 

 

Geschichten aus dem Norden

Wir bleiben noch einen Moment in Schottland. 2022 ist von der Fremdenverkehrsorganisation VisitScotland zum Mottojahr "Year of Stories" erkoren worden – keine schlechte Wahl, denn das dünn besiedelte Land im Norden hat viele Dichterinnen und Dichter hervorgebracht, von Robert Burns über Walter Scott bis J. K. Rowling. Und: Wenn wir uns mit der Literatur beschäftigen, steigt die Lust auf eine künftige Reise zu den Stätten, von denen sie handelt oder wo sie geschrieben wurden. Hier finden Sie eine Einführung und einige mehr oder weniger poetische Videos.

 

Stonehenge in Herne

Stonehenge zu sehen – und sei es nur aus der Ferne – ist ein Muss bei jeder Reise in den Süden Englands. Momentan leider schwierig, aber: Das Landesmuseum für Archäologie in Herne zeigt gerade eine Ausstellung rund um den spektakulären Steinkreis und vergleichbare Anlagen. Dazu ist auch ein Katalog erschienen. Die Ausstellung mit Repliken in Originalgröße (!) ist bis 25. September zu sehen.

 

Geisterfotos

Halloween ist schon ein Weilchen her, trotzdem wollen wir Ihnen das Werk des englischen Fotografen William Hope (1863 – 1933) nicht vorenthalten. Eigentlich Schreiner von Beruf, spezialisierte er sich – passend zur Ära, in der das Paranormale Hochkonjunktur hatte – auf das Fotografieren von Menschen mit den Geistern ihrer lieben Verstorbenen. Auf die Idee war er wohl gekommen, nachdem er versehentlich doppelt belichtet hatte und ein geisterhaftes Antlitz erschien. Fortan machte Hope ein Geschäft daraus und begeisterte eine große Anhängerschaft ganz unabhängig davon, dass seine Fotos der Verschiedenen – schwebend und weiß im Hintergrund – lachhaft schlecht gemacht waren und er auch früh als Fälscher entlarvt wurde. Aber wenn man etwas glauben will, weil es tröstet ... Die Sammlung gehört heute dem Science Museum in London. Wer mehr über den Mann und sein Werk erfahren will, kann diesen Artikel mit einigen ausgewählten Fotografien lesen.

 

Männersache(n)

Beim Thema Mode denken die meisten Menschen wohl an Frauenkleider, aber auch die Männer gehen mit ihrer jeweiligen Zeit – im Lauf der Jahrhunderte hat es immer wieder Phasen sehr aufwendiger Herrenkleidung gegeben, vom Spitzenjabot und den hohen Hacken des 17. und 18. Jahrhunderts über psychedelisch angehauchte Gewänder der Sixties und die glitzernden Plateaustiefel der Seventies bis in unsere heutige modisch flexible Zeit. Dazwischen war die Mode dann häufig betont maskulin. Jedenfalls ein interessantes Thema, dem sich das Victoria & Albert Museum ab März zum allerersten Mal in einer Ausstellung zuwendet.

 

 

 

Kriegslist

Mal wieder ins Kino gehen? "Die Täuschung" startet am 10. Februar. In diesem Weltkriegsdrama mit Colin Firth geht es um ein sehr aufwendiges (und erfolgreiches) Manöver der britischen Armee, um das Oberkommando der Wehrmacht auf eine falsche Fährte zu locken. Der Originaltitel ist der des Originalplanes: "Operation Mincemeat".

 

 
 
 

 
 

Fürs Heimkino

 

 

Aus der Mediathek

Jahrmarkt der Eitelkeiten, der Klassiker von William Thackeray, ist häufig verfilmt worden. Arte zeigt eine Version von 2018 – sehr fantasievoll und sorgfältig, was Kulissen (das London des frühen 19. Jahrhunderts) und Kleidung angeht. Olivia Cooke spielt Becky Sharpe, die um Status und einen reichen Gatten kämpft, und dies mit allen Mitteln. Allerdings hat sie als Waise zweifelhafter Herkunft auch wenig andere Möglichkeiten in einer derart standesbewussten und undurchlässigen Gesellschaft. "Vanity Fair" war ursprünglich ein Fortsetzungsroman.

Krimis, bei denen wir den Täter von Anfang kennen, sind keineswegs weniger spannend als klassische "Whodunits". The Fall – Tod in Belfast gehört in diese Kategorie. Falls Sie dem nicht gerade neuen Thema "irrer Serienmörder spielt mit der Polizei Katz und Maus" noch etwas abgewinnen können und nicht zu schwache Nerven haben, lohnt sich das Anschauen auch wegen der Hauptdarstellerin Gillian Anderson und Jamie Dorman, der den Wolf im Kuschelpelz spielt. Wir bekommen auch einiges von Belfast zu sehen. Beide Serien können Sie auch im englischen Original anschauen.

 

Leider sind viele Angebote der Mediatheken außerhalb Deutschlands nicht abrufbar.

 

Bei Netflix

Zwei an einem Tag ist ein Liebesfilm nach dem Roman von David Nicholls und zeigt uns die Freundschaft und – irgendwann – Liebe zwischen Emma (gespielt von der Amerikanerin Anne Hathaway, die sich im Original ganz viel Mühe mit dem britischen Akzent gibt) und Dexter (Jim Sturgess). Sie treffen sich erstmals in Edinburgh nach dem Studienabschluss, und zwar am 15. Juli, dem St. Swithin´s Day. Buch und Film (zu dem Nicholls selbst das Drehbuch schrieb) begleiten sie dann über die Jahre – immer wieder an diesem Datum. Sehr schöne Idee, auch filmisch gut umgesetzt. Netflix arbeitet übrigens gerade an einer Fernsehserie nach derselben Vorlage.

 

Bei Amazon

Falls Sie den jüngsten James-Bond-Film im Kino verpasst haben: Keine Zeit zu sterben ist jetzt auf Amazon Prime zu streamen. Derweil geht die Diskussion über Daniel Craigs Nachfolge weiter ... Wir halten uns raus.

 

Auf MagentaTV

Nach "A very english scandal" mit Hugh Grant gibt es seit dem ersten Januar auf MagentaTV die zweite Staffel "A very british scandal" zu sehen. Diesmal steht Claire Foy als Duchess of Argyll im Zentrum einer skandalösen Scheidung, die sich zum Rechtsstreit entwickelt.

 

Kino auf Bestellung

Für Fans von Fantasyfilmen: The Green Knight erzählt die alte Sage vom Schlagabtausch Gawains, des Ritters der Tafelrunde, mit dem Grünen Ritter, der seinen Kopf in der Hand tragen kann.

 
 
 
 

TV-Tipps

 


Die TV-Tipps rund um Großbritannien und Irland finden Sie als PDF-Datei unter diesem Link. Sie können sich die Datei herunterladen, im Browser anschauen oder auch ausdrucken.

Zusätzlich finden Sie die aktuellen TV-Tipps täglich unter diesem Link: magazin.the-british-shop.de/tv-tipps.html.
Auch hier haben Sie die Möglichkeit, das Vier-Wochen-Programm komplett als PDF zu laden, oder sich den täglichen Programmhinweis als RSS-Feed zu bestellen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern und natürlich beim Anschauen der Sendungen!

Hinweis: Alle nächtlichen Sendungen, auch wenn sie nach Mitternacht beginnen, werden dem Vortag zugerechnet, ab 5 Uhr früh dann dem nächsten Tag.

 
 
 

 
 

Es ging bergab

 

 

Wie entstehen eigentlich Touristenattraktionen? Manche schenkt die Natur, andere sind das Erbe unserer Vorfahren. Mitunter lassen sie sich auch aus der Retorte erschaffen wie zum Beispiel "Themenparks", aber das kann schiefgehen und teuer werden. Ein Beispiel ist oder vielmehr war der "Marble Arch Mound" an der Ecke des Hyde Park in London, ein Kunst- und Marketingprojekt, das sechs Millionen Pfund Steuergeld gekostet hat, das aber kaum jemand anschauen und schon gar nicht gegen Eintritt erklimmen wollte. Der künstliche Hügel mit Aussichtsplattform – auf einem Gerüst erbaut und bepflanzt – kostete fast das Doppelte der vorgesehenen Summe, sah dafür aber weniger spektakulär aus als gedacht, das Grünzeug gedieh nicht recht, die ersten Besucher beschwerten sich und wollten ihr Geld zurück. Ursprünglich sollte die 25 Meter hohe Erhebung sogar den Marmorbogen völlig bedecken, aber Denkmalschützer schlugen Alarm. Ein Politiker musste zurücktreten, der Eintritt wurde abgeschafft, was die Sache natürlich nochmal verteuerte (dass der kleine Berg nun wieder abgebaut wird, war allerdings von Anfang an so vorgesehen, er war nicht für die Ewigkeit geplant). Alles in allem ein Misserfolg, der für viel Spott sorgte – aber wir wollen da nicht einstimmen, da wohl jedes Land und viele Städte ähnlich peinliche Projekte vorweisen könnten, wenn man sich denn daran erinnern wollte. Immerhin haben uns Freunde aus London berichtet, dass sie mehrfach oben waren und sich am Weitblick erfreuten, auch wenn sie sich fühlten wie in einer Theaterkulisse.

 

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Lesestoff

 

 

Schottland kulinarisch

Der Mensch kann nie genug Kochbücher haben. Vor allem solche, die Geschichten erzählen und so wunderschön illustriert sind wie Wild & Cosy, ein Gemeinschaftsprodukt dreier Frauen. Die Fotos fangen die besondere Stimmung des herbstlichen und winterlichen Schottlands ein, die Rezepte sind inspiriert von schottischer Küche und typischen Zutaten (aber trotzdem ganz zeitgemäß). Unser Favorit: Millionaire´s Shortbread mit einer dicken Karamellschicht und Schoko-Überzug.

Kindheit auf dem Lande

Viele Bücher haben ein Verfallsdatum, dieses nicht: In Cider mit Rosie beschreibt Autor Laurie Lee seine Kindheit in den Cotswolds. Das Buch beginnt kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs, als die unkonventionelle Familie (Mutter, Kinder sowie Kinder des – abwesenden – Mannes aus erster Ehe) in ein Dorf zieht. Laurie erzählt sehr gekonnt aus der Perspektive eines Kindes, das noch magisch denken kann und vieles ganz anders sieht als wir Erwachsenen. Erstmals Ende der 1950er Jahre erschienen, wirkt dieses Buch so frisch und bezaubernd wie eh und je.
Beide Bücher können Sie bei THE BRITISH SHOP bestellen.

 
 
 

 
 

Sprachecke: Wege und Ziele

 

 

 

Im noch jungen Jahr machen wir uns Gedanken über das, was da kommen mag. Wohin wird der Weg uns führen? Werden wir des Öfteren an einer Gabelung ankommen und uns für eine Richtung entscheiden müssen? Sind Sackgassen zu meiden, oder ähnelte die Route gar einem Irrgarten? Damit Sie sich diese und ähnliche Fragen auch auf Englisch stellen können (sollten Sie Lust dazu haben), widmet sich diese Sprachecke ganz allgemein dem Thema Wege, Ziele, Richtungen ...

 

Um Irrtümern vorzubeugen: Unser Lebensweg heißt nicht "way of life", sondern eher "journey through life", die Reise durch unser Leben. Was ja ebenfalls ein schönes Bild ist. Der "way of life", das wissen Sie, bezeichnet eher den Lebensstil, zum Beispiel ist der "British way of life" durchdrungen von Humor, Durchhaltevermögen, Sinn für Fairness und einer gewissen Grundhöflichkeit (Klischees, ganz klar, aber die haben meistens einen wahren Kern). Außerdem gehört viel Tee dazu. Dagegen haben "walks of life" durchaus etwas mit Lebenswegen zu tun: "His friends are from all walks of life" bedeutet, dass seine Freunde aus allen möglichen gesellschaftlichen Gruppen und Schichten stammen. Die Formulierung wird fast nur in diesem Zusammenhang gebraucht.

 

Wenn wir Entscheidungen mit bedeutsamen Konsequenzen treffen müssen, so hat uns das Leben an eine Kreuzung geführt – im Englischen heißt dies "a crossroads", ein Singular trotz des S am Ende. Leider fehlt meist ein Wegweiser ("signpost"), so dass wir selbst eine Wahl treffen müssen. Es hilft aber, sich mit Reisegefährten zu besprechen und ihre Meinung anzuhören, und neben dem Verstand auch das Gefühl einzuschalten. Sackgassen, in denen wir hoffentlich nicht landen, heißen echt englisch "cul-de-sac", aber im übertragenen Sinne spricht man eher von "a dead end".

 

ZWenn wir ans Ziel oder zumindest eins der vielen möglichen Ziele kommen, dann wäre das – wie das Tor im Fußball – "the goal". Wir dürfen es nicht "gaol" schreiben, denn das ist dasselbe wie "jail", Gefängnis (und wird trotz der seltsamen und uralten Schreibweise auch wie "jail" ausgesprochen). Da soll der Weg nicht hinführen! "Destination" heißt ebenfalls Ziel, aber eher im geografischen Sinne.

 

Die englische Sprache kennt wie unsere viele Begriffe für Weg, Pfad, Straße und Co. Geht es um den Weg im sprichwörtlichen Sinn, dann ist "road" oder auch "pathway" die richtige Wahl: "Road to Perdition" heißt ein ziemlich guter Film mit Tom Hanks, die Straße ins Verderben, "Road to Hell", der Weg in die Hölle, ist ein Songtitel von Chris Rea, "a rocky road" ist ein steiniger Weg. Wir gehen aber lieber den Pathway to Paradise, die Road to Success ... oder, um mit einem weiteren Lied zu sprechen, treppauf den "Stairway to Heaven".

 

 
 

 
 

Rezept des Monats: Bang Bang Chicken

 

 

Unter dem Weihnachtsbaum lag auch eine Ingwerreibe, ein – wie wir seitdem erprobt haben –nützliches kleines Teil, das Arbeit spart und die Fingerkuppen schont. Ingwer kann man ja zu allem Möglichen verwenden, wobei das frische Produkt, das es heute für ein paar Cent zu kaufen gibt, der pulverisierten Version weit überlegen ist. In Großbritannien liebt man Ingwer schon seit mindestens zwei Jahrhunderten, als Gewürz, in Sirup eingelegt, im Ginger Ale und eben auch frisch.

 

Ein während der 1980er im Vereinigten Königreich besonders beliebtes ingwerhaltiges Gericht war "Bang Bang Chicken" – damals ein echter Partykracher. Leider ist es fast völlig in der Versenkung verschwunden. Das Rezept stammt ursprünglich aus Szechuan, der etwas alberne Name bezieht sich angeblich darauf, dass dort Straßenhändler das Hühnerfleisch mit Holzlöffeln platt schlagen, damit es mehr Sauce aufnimmt. Das dürfen, müssen wir aber nicht nachmachen. Unser Rezept ist nicht ganz original, schmeckt aber köstlich, frisch und scharf. Da Partys gerade out sind, ist es nur für vier bis sechs Leute berechnet.

 

Also: Kochen Sie 300 Milliliter Hühnerbrühe (Würfel, Paste, aus dem Glas, selbstgemacht ...) auf und fügen Sie eine in Scheiben geschnittene Stange Zitronengras und ein etwa drei Zentimeter langes Stück geschälten Ingwers hinzu. Nun legen Sie 500 Gramm Hähnchenbrustfilet (am Stück) hinein und lassen es sanft köchelnd garziehen. Nach einer Viertelstunde müsste es durch sein, aber prüfen Sie es nach, indem Sie es an der dicksten Stelle durchschneiden. Ist noch rosa Saft zu sehen, ein bisschen Köchelzeit zugeben. Dann aus der Brühe nehmen, abkühlen lassen und in dünne Scheiben schneiden. Inzwischen das Dressing mixen aus zwei in einer Pfanne kurz angebratenen und dann gehackten Knoblauchzehen, einer in Ringe geschnittenen roten Chilischote, zwei Esslöffel der Brühe, in der das Huhn gegart hat, einem Esslöffel süßer Chilisauce (Asialaden oder Supermarkt) und zwei Esslöffel Sojasauce, einem Esslöffel Limettensaft, drei Esslöffel neutralem Öl und einem Esslöffel Chiliöl (falls Sie das nicht besitzen, geht auch neutrales Öl oder Sesamöl). Ein etwa zwei Zentimeter langes Stück Ingwer schälen und reiben oder fein hacken und hinzufügen, außerdem zwei Esslöffel frischen gehackten Koriander. Pfeffern und mit etwas Rohrzucker und eventuell Salz abschmecken.

 

Die Hühnerscheiben nun mit der Teigrolle auf einem Holzbrett klopfen, bis sie sich in kleinere Stücke auflösen, oder klein schneiden.

 

Zum Schluss schneiden Sie einen Bund Frühlingszwiebeln in Ringe und eine Salatgurke in feine Streifen (die Gurkenkerne vorher mit einem Teelöffel herauskratzen, sie verwässern das Gericht). Außerdem eine Karotte schälen und klein würfeln oder ebenfalls in feine Streifen schneiden. Mangostückchen passen auch, sind aber kein Muss. Alles mit dem Huhn vermengen, auf einer Platte anrichten und mit der Sauce beträufeln. Das Huhn soll nicht in Sauce schwimmen; Reste können Sie im Kühlschrank einige Tage aufbewahren. Wer will, streut noch Erdnüsse darüber und serviert alles bei Zimmertemperatur.

 

 
 
 
 
 
 
 
       
 

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